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Medical Training Wer „vorher“ richtig aufbaut…. Therapie und geziehltes Training nach der Operation sind mittlerweile unverzichtbar. Wer aber schon vor der geplanten Operation mit adäquatem Muskelaufbau und gezielter Training beginnt, hat postoperativ einen Startvorteil. Nach dem Motto schneller, besser, größer, stärker soll auch die Rehabilitation nach Knie-, Hüft- und Schulteroperationen mit dem Physiotherapeuten verlaufen. Für den Fußballer ist es schon beinahe ein MUSS sechs Monaten nach einer Kreuzbandplastik wieder am Platz zu stehen und für Hüftgelenksoperierte gehört es bei weitem nicht mehr zur Ausnahme, wieder auf den Berg oder auf die Skipiste zurückzukehren. Die Trainings-Betreuung vor der OP muss individuell gestaltet werden. Befindet sich der Knorpel vor einer geplanten Knieprothesenoperation schon in einem Dauerentzündungszustand, darf nicht noch zusätzlich belastet werden. Hier stehen Lymphdrainagen und Physiotherapie auf der Tagesordnung. MuskelaufbauGezieltes Krafttraining vor der Operation bewährt sich vor allem bei Eingriffen, die eine längere Immobilisationszeit mit sich bringen. Hierzu zählen Kreuzbandplastiken, Meniskusoperationen, Knie- oder Hüftprothesen, und auch Eingriffe an der Schulter, wie etwa Labrumrefixationen, die oft nach einer Schulterluxation nötig sind. Durch die Belastungs-, bzw. Bewegungslimitierungen teils großer Muskelgruppen ist ein enormer Muskelabbau unumgänglich. Vorbereitendes regelmäßiges Training dient zur Erleichterung nach der Operation, die Übungen sind bekannt und der Muskelaufbau startet auf höherem Level. Bei Eingriffen an der unteren Extremität werden im Optimal fall die Oberschenkelvorder- und Rückseite, die Wadenmuskulatur, die seitlichen Hüftmuskeln (Abduktoren) und die Gesäßmuskulatur dreimal pro Woche trainiert. An der oberen Extremität wird das Hauptaugenmerk auf die schulterzentrierende und schulterblattfixierende Muskulatur gelegt. Die Muskeln, die die Schulter in der Pfanne halten, stehen auch nach der Operation im Vordergrund. Erst wenn die kleinen Muskelgruppen stark genug sind, um das Gelenk im Zentrum zu halten (Intrinsik), können die großen das Gelenk ökonomisch und endgradig arbeiten lassen (Extrinsik). TherapieZiel ist einerseits die Verbesserung der Schmerz- und der Entzündungssituation, Verbesserung der Beweglichkeit und Koordinationsschulung. Andererseits soll der Patient bestmöglich auf den Eingriff und die Aufbauphase nach dem Eingriff vorbereitet werden. Dazu gehört das Erlernen des Umgangs mit den Krücken, der Schiene und der Übungen, die bereits im Krankenhausbett mit dem Physiotherapeuten gemacht werden. Informationsgespräche zur Vorbereitung auf die Operation und den Aufenthalt im Krankenhaus sowie über den postoperativen Therapiefahrplan sind ebenfalls Bestandteile eines guten präoperativen Therapieprogramms. Wenn die Operation naht, sollte das Gelenk bestmöglich vorbereitet sein, sprich es sollten möglichst keine Entzündungszeichen vorhanden sein. Im besten Fall keine ersichtliche Schwellung, kein Temperaturunterschied an der Haut, keine Schmerzen und keine Bewegungseinschränkung. Sinnvoll ist, die Therapie und das Training eine Woche vor der geplanten Operation abzuschließen, um keine unnötige Gelenksreizung zu riskieren. Der dipl. Fachtrainer für Sportrehabilitation und Fitness Coach Mario Mostböck trainiert unteranderem auch die Hausfrau die ihre Muskulatur zum Tragen der Wäsche vom Keller in den ersten Stock genauso braucht wie der Triathlet seine Beine fürs Rad und Laufen. In Zusammenarbeit mit dem Knie und Schulter spezialisten Dr. Mark Schurz versuchen wir den Patienten die Wichtigkeit des „vorher“ und nicht immer nur nachher Trainings und Therapie näher zu bringen.
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